Wir und der Müll -
Ein edukativer Dokumentarfilm für Schüler

Über uns

Wir – Malte Brammerloh, Gregor Sauer, Thomas Dollmaier und Gianni Seufert – sind vier ehemalige Freiwillige, die von August 2010 bis August 2011 in Ecuador tätig waren. Das weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hatte es uns ermöglicht, durch unseren sozialen Dienst das Leben der Menschen vor Ort teilzuhaben und einen tiefen Einblick in die ecuadorianische Kultur zu gewinnen.

Puerto Quito
Puerto Quito

Im etwa 140 km nordwestlich der Hauptstadt Quito gelegenen Puerto Quito (etwa 3000 Einwohner) arbeiteten wir als unterstützende Kräfte und versuchten durch diese Möglichkeit des interkulturellen Austauschs einen positiven Beitrag zu leisten und etwas zu bewirken. Zu unseren Hauptaufgaben zählten das Unterrichten von Englisch, Informatik und Sport unterschiedlichster Altersstufen an verschiedenen Schulen, die Arbeit in den Gemeinden sowie die Unterstützung der Gastfamilien auf ihren Fincas (Farmen).

Der Auslöser

Zu den Problemen des Entwicklungslandes Ecuador gehört neben Armut und Korruption ein erst langsam wachsendes Umweltbewusstsein. Ein weitreichender, nachhaltiger Umweltgedanke ist nicht verankert, entwickelt sich jedoch langsam. Dieser wird leider nicht, oder nur in geringem Maße, in den Schulen vermittelt – wobei die Pflanzen- und Artenvielfalt Ecuadors als das wohl größte Kapital des Landes angesehen werden kann. Ecuador besitzt eine der höchsten Biodiversitäten der Welt, und sowohl der Amazonas-Dschungel als auch die Galápagos-Inseln sind Teil dieser bewundernswerten Natur.

Müllentsorgung
Müllentsorgung

Während unserer Zeit in diesem so vielseitigen, widersprüchlichen, doch so einzigartigen und beeindruckenden Land wurden wir sehr schnell auf die Müllproblematik aufmerksam. Wir konnten beobachten, dass der Müll die Menschen und die Natur, vor allem im ländlichen Bereich, vor große Probleme stellt. Die Folge ist, dass der Großteil des Mülls entweder verbrannt, vergraben oder im Fluss entsorgt wird.

Es gibt bereits erste Ansätze zur Verbesserung wie Mülleimer, Müllabfuhr und Recycling, dies jedoch nur vereinzelt und in größeren Orten.

Es war uns ein Anliegen, etwas zu unternehmen und neben unserer herkömmlichen Arbeit mit unserem Projekt zum wachsenden Umweltbewusstsein beizutragen.

Das Projekt

Konzeptentwicklung
Konzeptentwicklung

Für einen Zeitraum von sechs Monaten haben wir ein individuelles Projekt initiiert und Folgendes durchgeführt:

Unter der Leitung des Filmstudenten Gianni haben wir einen Dokumentarfilm produziert, der die Müllproblematik von der Entstehung und Verarbeitung bis hin zur Verwertung thematisiert – eines der größten und gravierendsten Umweltprobleme Ecuadors. Dabei wurden die Meinungen verschiedener Akteure einbezogen. Wir legten sehr viel Wert darauf, durch die Nähe zu den Menschen und zu regionalen Handlungsorten einen edukativen Aufklärungsfilm zu produzieren, der eine Identifikation und so einen Anstoß zum Umdenken ermöglicht.

Brainstorming
Brainstorming

Im Sinne der Entwicklungszusammenarbeit wurde ein Film auf Augenhöhe entwickelt, der einen aufklärerischen Charakter besitzt und zu Lösungsansätzen anregt.

Über den Kontakt und die Zusammenarbeit mit Childfund und Fenpidec Ecuador erarbeiteten wir in Kooperation mit ökologie- und medieninteressierten Jugendlichen vor Ort einen nachhaltigen Arbeitsgegenstand, welcher in der nationalen Umweltbildung Verwendung findet.

Müllkippe von Portoviejo
Müllkippe von Portoviejo
„Nosotros y la Basura – Wir und der Müll“ wird in diversen Bildungseinrichtungen in ganz Ecuador gezeigt und diskutiert. Somit ist die Nachhaltigkeit des Projekts sichergestellt. Wir wünschen uns, dass unsere Dokumentation vielen Menschen als Anregung dient und einen Schritt des Umdenkens bewirkt, der essenziell für eine nachhaltige Verbesserung der jetzigen Situation ist.

An dieser Stelle möchten wir uns bei den vielen Sponsoren für die finanzielle Unterstützung und das entgegengebrachte Vertrauen ganz herzlich zu bedanken, ohne die eine Durchführung des Filmprojekts nicht möglich gewesen wäre.

In Kooperation mit der Deutschen Botschaft Quito und der GIZ werden 4000 Kopien des Filmes für lokale Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt.

Das Produkt

Nosotros y la Basura (Dt. Untertitel) from Gianni Seufert on Vimeo.

Zur Ansicht in HD-Qualität bitte hier [http://vimeo.com/29840114] und anschließend unten rechts auf HD klicken.

Mitwirkende

Aus Deutschland Aus Ecuador
Malte Brammerloh
Thomas Dollmaier
Gregor Sauer
Gianni Seufert
Daniela Loor
Karen Loor
Patricio Valdez

Die Unterstützer

Deutsche Botschaft Quito

GIZ – Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit

Experiment e.V.

Bürgeraktion Außernzell

Lebensraum Regenwald e.V

Das bessere Müllkonzept e.V.

Neue Heizsysteme Nothaft GmbH

Proyecto Fincas Tropicales

Die Technik

Der Film wurde mit einer relativ neuen Technik realisiert.
Als Video-Kamera diente uns dabei eine digitale Spiegelreflexkamera (D-SLR), die eigentlich für die Fotografie konzipiert ist, jedoch aufgrund ihrer Bauweise und Aufgabe einen größeren Sensor (oder auch Bildwandler) im Vergleich zu herkömmlichen Videokameras besitzt. Die Video-Funktion im Zusammenspiel mit dem Sensor sowie die Möglichkeit unterschiedlichste Objektive zu benutzen ermöglichen ein Bild mit geringer Tiefenschärfe, das sonst nur mit sehr teuren, meist im Kinobereich eingesetzten Kameras möglich ist. Wie der Name schon vermuten lässt, nimmt die sogenannte HD-DSLR im HD-Format, dem neuen Fernsehstandard, auf.

Kontakt

contact[at]gianniseufert.de

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